Osmunda regalis ssp. regalis

Königsfarn; Rispenfarn, Königs-

Royal Fern, Flowering Fern

Winterhart Im Farngarten
Polypodiopsida Osmundales Osmundaceae Osmunda

Standort & Verbreitung

Boden
humos, kalkarm bis sauer
Standort
wintermild, hohe Luftfeuchte
Verbreitung
Albanien, Azoren, Belgien, England, Bulgarien, Korsika, Crete, former Czechoslovakia, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Irland, Schweiz, Netherlands, Spanien, Italien, former Yugoslavia, Portugal, Norwegen, Poland, Sardinia, Sizilien, Schweden, European Turkey, Aegaean Isl., Lebanon, Tunisia, Algeria, Morocco, asiatic Turkey (Anatolia), Capverdes, Transvaal, Natal, Cape Prov., Swaziland, Lesotho, Malawi, Zambia, Zimbabwe, Angola, Zaire, Mozambique, Madagascar, Mauritius, Réunion, Uganda, Kenya, Bioko Isl. (Fernando Poo), Tanzania, Guinea, Sierra Leone, Liberia, Nigeria, Cameroun, Central African Republic, Equatorial Guinea, Congo, Burundi, Rwanda, Ethiopia, Sudan, Burkina Faso, Mali, Caucasus/Transcaucasus, China, ?Latvia, ?C-European Rußland, Indien (Assam, Meghalaya, Uttar Pradesh, Madhya Pradesh, Tamil Nadu, Kerala, Maharashtra, Karnataka, Himachal Pradesh, Sikkim, Khasia, Nagaland, Pachmarhi, Western Ghats), Pakistan (Kurram, Hazara), *Madeira, *New Zealand, fast "kosmopolitisch", weltweit
Vorkommen
Deutschland
Vertikale Verbreitung
kollin
Bodenfeuchte
nass
Bodenkalk
kalklos

Phänologie

Austriebszeit
zur Kirschblüte
Sporenreife
Sommer
Vermehrung
Sporen, Teilung

Wedel

Länge
60 -200
Breite
-50
Form
eiförmig-lanzettich
Fiederung
doppelt gefiedert
Wuchsrichtung
aufrecht
Farbe
hellgrün
Herbstfarbe
strohfarben
Beschaffenheit
derb
Wintergrün
nein

Stiel

Relative Länge
1/4

Fiedern

Form
lanzettich /
Abstand
entfernt

Rhizom

Ausbreitung
aufrecht
Verzweigt
Ja

Sonstiges

Vergleichbar mit
im Jungstadium mit Onoclea sensiblis
Frühere Namen
?Ophioglossum capense, ?Ophioglossum capense, Aphyllocalpa regalis, Osmunda abyssinica, Osmunda brayeri, Osmunda capensis, Osmunda hilsenbergii, Osmunda leschenaultii, Osmunda longifolia, Osmunda obtusifolia, Osmunda obtusifolia, Osmunda plumieri, Osmunda regalis f. abyssinica, Osmunda regalis var. brevifolia, Osmunda regalis var. capensis, Osmunda regalis var. longifolia, Osmunda regalis var. obtusifolia, Osmunda schelpei, Osmunda spicata, Osmunda transvaalensis, Struthiopteris regalis

Frühere wissenschaftliche Namen

?Ophioglossum capense, ?Ophioglossum capense, Aphyllocalpa regalis, Osmunda abyssinica, Osmunda brayeri, Osmunda capensis, Osmunda hilsenbergii, Osmunda leschenaultii, Osmunda longifolia, Osmunda obtusifolia, Osmunda obtusifolia, Osmunda plumieri, Osmunda regalis f. abyssinica, Osmunda regalis var. brevifolia, Osmunda regalis var. capensis, Osmunda regalis var. longifolia, Osmunda regalis var. obtusifolia, Osmunda schelpei, Osmunda spicata, Osmunda transvaalensis, Struthiopteris regalis

In welchen Büchern habe ich den Farn gefunden?

Titel Autor Jahr Seiten
A Fern Book for Everybody M. C. Cooke 1868
A Fern Book for Everybody M. C. Cooke 1868
British Ferns Bosanquet, Edwin 1855
Buch der Farne Bärlappe und Schachtelhalme Herbert Weymar 1958
Das Buch der Freilandfarne Richard Maatsch 1980
Deutsche Moose und Farne Prof. Dr. W. Migula 1909
Die Farne Dr. Franz Fukarek 1955
Die Farnpflanzen Zentraleuropas Dr. Kurt Rasbach, Helga Rasbach, Prof. Dr. Ottilie Wilmanns 1968
Einzug der Gräser und Farne in die Gärten Karl Foerster 1982
Einzug der Gräser und Farne in die Gärten Karl Förster 1982, 6. Aufl; deshalb hier keine Kopie verfügbar
Farne Philip Perl 1979
Farngärten Lothar Denkewitz 1995, deshalb hier keine Kopie verfügbar
Fern Growers Manual Barbara Joe Hoshizaki & Robbin C. Moran 2001
Illustrierter Leitfaden zum bestimmen der Farne und farnverwandten Pflanzen der Schweiz und angrenzender Gebiete SVF - Schweizerische Vereinigung der Farnfreunde 1998, deshalb hier keine Kopie verfügbar

Buchbeschreibungen im Vergleich

Buch
M. C. Cooke
A Fern Book for Everybody ( 1868)
G. W. Francis, F.L.S.
An Analysis of the British Ferns and their Allies ( 1842)
Bosanquet, Edwin
British Ferns ( 1855)
Prof. Dr. W. Migula
Deutsche Moose und Farne ( 1909)
James Britten
European Ferns ( 1879)
Wissenschaftl. Name Osmunda regalis Osmunda regalis Osmunda regalis Osmunda regalis Osmunda regalis Linn.
Englischer Name Royal Fern Royal-Fern / Water-Fern / Flowering-Fern Flowering Fern / Königsfarn Royal Fern / Königsfarn Royal Fern
Genus Osmunda Osmunda Osmunda Osmunda Osmunda
Art / Taxon regalis regalis regalis regalis regalis
Laubtyp sommergrün sommergrün sommergrün sommergrün sommergrün
Wuchshöhe 120–300 cm (bis 340 cm bei Killarney) 90–180 cm 60–90 cm (trocken), bis 300 cm (feucht, geschützt) 50–180 cm 100–200 cm
Wachstumsform Büschelwuchs; Wurzelstock wächst jährlich und bildet mit der Zeit Stamm Büschelwuchs; Wurzelstock wächst jährlich; bei alten Pflanzen fast stammförmig Büschelwuchs; Wedel etwas untereinander aufgehend Großer, kugeliger Büschelwurzelstock; Wedel im Kreis; Wurzelstock wächst jährlich horstig
Wedelaustriebszeit April April; sommergrün April April; sommergrün April–Mai
Vernation NICHT eingerollt (circinat); wächst gerade auf — wie Botrychium und Ophioglossum NICHT eingerollt (circinat); wächst gerade auf — wie Botrychium und Ophioglossum NICHT eingerollt (circinat); wächst gerade auf — wie Botrychium und Ophioglossum NICHT eingerollt (circinat); wächst gerade auf — wie Ophioglossaceae zirkinat
USDA-Härtezone Zone 3–9 Zone 3–9 Zone 3–9 Zone 3–9
Bedeutung des Epithetons regalis = königlich, prächtig regalis regalis = königlich, prächtig regalis = königlich, prächtig regalis = königlich; Osmunda = Göttin (altnord.)
Synonyme Osmunda regalis (Linn., Willd., Bolt., and all modern botanists)
Varietäten var. cristata (nicht so groß; in Kultur begehrt) var. cristata var. purpurascens u.a.
Abb.-Nr. Taf. I, Fig. 1 Plate 7, fig. 1 Fig. 29 Abb. 41
Substrat Torfiger, sumpfiger, stets feuchter Boden In nassen Wäldern, sumpfigen Mooren &c. Sümpfe und feuchte Lagen Torfiger, sumpfiger Boden; stets feucht Nasser saurer Torf, Sumpf, Bachufer
Vegetationstyp Sumpfige Moorränder, Teichufer, Bachseiten Sumpfwälder, Moore, Bachränder Häufig in Sümpfen und feuchten Lagen; einfach zu kultivieren; winterhart; am besten groß verpflanzen Sumpfige Wiesengräben, Teichränder, Moorränder Sumpfgebiete, Bachufer, saure Feuchtgebiete
Verbreitung GB, Irland (besonders Killarney); ganz Europa; N-Amerika Häufig in Schottland; Kopf von Loch Fyne bis N-E. Inveraray, Argyleshire; Aberdeenshire; Warwickshire, Salop; Liverpool; Norfolk; Dorset; Kent; Perthshire; Schottland allgemein; England; Irland (häufig) GB: häufig in Sümpfen und feuchten Lagen Europa, Amerika; sehr zerstreut in Deutschland W-Europa, häufig Irland und W-Großbritannien
Natürl. Verbreitungsgebiet Sümpfe, Moorränder, Seeufer; atlantisch; Killarney besonders üppig Europa hauptsächlich nördliche Teile; alle Vereinigten Staaten Sümpfe, Moorränder, Seeufer; atlantisch; Killarney besonders üppig Torfsümpfe, Moorränder, Seeufer; atlantisch; berühmt bei Killarney Sumpfgebiete und saure Feuchtgebiete
Höhenlagen collin bis montan Tieflagen bis mittlere Berghänge collin bis montan collin bis montan 0–1000 m
Häufigkeit nicht häufig; in günstigen Lagen lokal Häufig häufig selten (in D sehr zerstreut) zerstreut bis häufig, durch Habitatverlust gefährdet
Kulturhinweise Im Frühjahr mit viel Torferde verpflanzen; Bach- oder Teichufer ideal; trockene Standorte ungeeignet; var. cristata begehrt Medizinisch: innere Teile der Wurzel und junge Fronds einst in der Pharmacie als Heilmittel für Blutergüsse und als stärkend Einfach zu kultivieren; winterhart; am besten groß verpflanzen Im Frühjahr mit Erdball verpflanzen; feuchter, torfiger Standort; neben Bach oder Teich Gut kultivierbar; feuchter saurer humoser Boden; sehr groß; imposante Gartenpflanze
Wedel-Typ doppelt gefiedert; fertile Abschnitte stark modifiziert sommergrün; DIMORPH: oberer Teil der fertilen Fronds in fertile Rispe umgewandelt doppelt gefiedert; fertile Abschnitte stark modifiziert doppelt gefiedert; Fruchtabschnitte stark modifiziert 2-fach gefiedert (fertile Teile gesondert)
Wedelform Lanzettlich; Fiederchen länglich, leicht gezähnt; fertile Abschnitte endständige, rostbraune Rispen; Blattfläche dort vollständig geschwunden doppelt gefiedert; Fiederchen fast sitzend, oblong, fast ganzrandig, leicht geöhrt Stiel rohrförmig, sehr zäh und drahtähnlich. Wedel etwas untereinander aufgehend. Fiedern weit auseinander, überwiegend gegenständig. Fiederchen einfach, ungeteilt, glatt, sehr kurz gestielt, schmal, länglich, leicht zur Spitze verjüngend, mit mehr oder weniger Vorsprung an der Basis; ursprünglich sehr zart und rötlich; später mattgrün und etwas unregelmäßig. Fertiler verzweigter Ährenabschnitt über den blättrigen Fiedern Eiförmig-länglich; Fiederchen länglich, stumpfspitzig, gekerbt; fertile Abschnitte endständige Rispen ohne Blattfläche oval-lanzettlich, groß
Sori-Form Kugelig auf gestielten fertilen Fiederabschnitten; rostbraun; kein Sorus im eigentlichen Sinne; öffnet vertikal in 2 Klappen Gestielt und schön retikuliert; am oberen Teil der Fronds als compound spike (Rispe); keine Sori auf normaler Blattfläche Büschel geclusterter Sporangien; zunächst grün, bei Reife braun werdend Kugelig-walzenförmige, rostbraune Sporangienanhäufungen an fertilen Fiederabschnitten Sporangien auf fertilen Wedelspitzen (kein echter Sorus)
Indusium kein Schleier; Annulus rudimentär Fehlt: Thecae petioliert und retikuliert — terminieren leafy frond kein Schleier; Annulus rudimentär kein Schleier; Annulus rudimentär (Zellgruppe am Scheitel) fehlt (Osmundaceae)
Sporangienwand-Typ einschichtig (leptosporangiat); Sonderstellung: dickwandig, aber noch leptosporangiat rudimentärer Annulus (kaum entwickelt — charakteristisch für Osmundaceae) einschichtig (leptosporangiat); Sonderstellung: dickwandig, aber noch leptosporangiat einschichtig (leptosporangiat); Sonderstellung: dickwandig, aber noch leptosporangiat leptosporangiat (kurzem horizontalem Band)
Annulus-Typ rudimentär (kleine Gruppe verdickter Zellen am Scheitel; kein echter Ring) rudimentärer Annulus rudimentär (kleine Gruppe verdickter Zellen am Scheitel; kein echter Ring) rudimentär (kleine Gruppe verdickter Zellen am Scheitel; kein echter Ring) kurzes horizontales Band (Osmundaceae)
Sporenreife Sommer (Juni–August) April Sommer (Juni–August) k.A.
Prothallium Grün, lappig; oberirdisch; auf torfigem, feuchtem Boden; fotoautotroph nicht beschrieben Grün, lappig; oberirdisch; auf torfigem, feuchtem Boden Grün, lappig; oberirdisch; auf torfigem, feuchtem Boden; fotoautotroph oberirdisch
Stipes / Rhizom Großer, rundlicher, zunehmend gestielter Wurzelstock (bis 18 Zoll hoch); jährliche Zuwachsringe; Wedel entstehen am Scheitel Wurzel kurz dick schuppig faserig (knollenartig); Rachis glatt, starr, aufrecht; Frond 3–6 Fuß hoch, hellgrün; Fiedern entfernt, fast gegenständig Büscheliger Wurzelstock; Stiel rohrförmig, sehr zäh und drahtartig Großer, kugeliger, fast kopfgroßer Wurzelstock; Wedel ½–1 m lang Rhizom riesig, aufrecht, horstig, mit Fasern bedeckt; Stipes kräftig
Besonderheiten Prächtigster britischer Farn. Cooke sah Exemplare, hinter denen ein großer Mann mit Hut nicht zu sehen war. 11 Fuß Höhe bei Killarney (Andrews). Culpepper: 'Saturn besitzt diese Pflanze.' Wurzel als Wäschestärke. Name von der Legende des Wassermannns Osmund von Loch Tyne. In diesem Genus werden die oberen Teile der blatthaltigen Frond entweder ganz oder teilweise in Fruktifikation umgewandelt. Damit erscheinen sie wie eine compound spike bestehend aus einer Anzahl von kreisförmigen Capselbündeln. Thecae petioliert und schön retikuliert Trotz fehlender wellenförmig-vielfältiger Fiederchen-Struktur zu Recht für seine kühne Erscheinung bewundert. Nicht spiral eingerollt (wie Botrychium und Ophioglossum). Schönster und prächtigster heimischer Farn. Culpepper: 'Saturn besitzt diese Pflanze.' Wurzel als Wäschestärke in N-Europa. Name von der Sage des Wassermanns Osmund von Loch Tyne. Größter europäischer Farn; 'Königsfarn'; fertiler Wedelaufsatz wie Blütenrispe; Rhizom für Orchideensubstrat genutzt
Verwechslungsgefahr Dreieinheit der geradeaufwachsenden Farne: Osmunda, Botrychium, Ophioglossum. Von allen anderen britischen Farnen durch fertile Rispen (kein Sorus auf normaler Blattfläche) und rudimentären Annulus unterschieden Dreieinheit der geradeaufwachsenden Farne: Osmunda, Botrychium, Ophioglossum. Von allen anderen britischen Farnen durch fertile Rispen und rudimentären Annulus unterschieden. Wächst gerade auf (nicht spiralförmig). Prächtigster heimischer Farn Dreieinheit mit Botrychium und Ophioglossum: alle drei wachsen gerade auf (nicht spiralförmig eingerollt). Von allen anderen britischen Farnen durch die fertilen Rispen-Abschnitte (kein Sorus auf normaler Blattfläche) und rudimentären Annulus unterschieden Von allen anderen deutschen Farnen durch fertile Rispen-Abschnitte (kein Sorus auf normaler Blattfläche) und rudimentären Annulus unterschieden. Wächst gerade auf (nicht spiralförmig). Prächtigster heimischer Farn Kaum verwechselbar (Größe, Sporangienlage)
Morphologie Majestätischer Farn, bis 300 cm und mehr. Doppelt gefiedert. Fertile Abschnitte endständige Rispen, rostbraun. Wurzelstock wächst jährlich und bildet mit der Zeit einen kurzen Stamm. Cha.: Frond doppelt gefiedert. Fiederchen oblong, fast ganzrandig, leicht geöhrt. Sori terminal (als Rispe). Majestätisches Farn. Stiel rohrförmig, zäh. Fiederchen einfach, glatt. Fertiler Ährenabschnitt über den blättrigen Fiedern; Sporangien zunächst grün, dann braun. Annulus rudimentär. Prächtigster heimischer Farn. Wedel doppelt gefiedert, eiförmig-länglich. Fertile Abschnitte endständige Rispen ohne Blattfläche; rostbraune Sporangienanhäufungen. Wurzelstock groß, kugelig. Annulus rudimentär. Wedel bis 200 cm; 2-fach gefiedert; fertile Teile oben braun, Sporangien in dichten Rispen; imposante Sumpfpflanze
Wert unterscheidet sich zwischen den Büchern

Bilder

Sonstiges

in Europa nur mit dieser Art vertreten; wegen der grünen Sporen erscheinen die fertielen Wedel ebenfalls grün, sind diese braun, sind die Sporen ausgestreut

Externe Links

World Flora Online